United Colors of Bessungen

Donnerstag, 29. September, 20:00 Uhr, Bessunger Knabenschule

IMG_0373Igor Rudytsky, Trompete
Ulli Jünemann, Altsaxophon
Peter Back, Tenorsaxophon
Daniel Guggenheim, Tenorsaxophon
Ole Heiland, Tuba
Uli Partheil, Piano
Janusz Stefanski, Schlagzeug
Bertram Ritter, Schlagzeug
Jürgen Wuchner, Komposition und Kontrabass

„Heimspiel“ war der Titel der CD, die als Livemitschnitt beim Hessischen Jazzpodium 2012 in der Knabenschule entstand – und diese Metapher ist in der Stadt der Lilien natürlich naheliegend. Die United Colors of Bessungen zeichnet all das aus, was auch für guten Fußball nötig ist: ein starkes Team mit Mannschaftsgeist, eine effektive Mischung aus heimischen Profis, erfahrenen Spielern und jungen Talenten, Spielfreude, Kreativität, ideenreiches Kombinationsspiel – all das zusammengehalten und motiviert von der Persönlichkeit ihres unnachahmlichen Coachs Jürgen Wuchner.

Der Bassist, Komponist und langjährige Lehrer an der Tonakademie wurde 1996 für seine Arbeit als Musiker und Pädagoge mit dem Hessischen Jazzpreis ausgezeichnet, erhielt 2012 den Darmstädter Jazzpreis und ist einfach die prägende Persönlichkeit der hiesigen Jazzszene. 1992 gründete er den jährlichen Workshop  „Darmstädter Jazz Conceptions“. Gemeinsam mit Uli Partheil leitet Wuchner auch die Jazz & Pop School Darmstadt. Die dort unterrichtenden Musiker bilden seit 2002 den Grundstock der “United Colors of Bessungen”, der bisweilen durch Freunde und Gäste ergänzt wird.

Der jüngste Neuzugang der Truppe ist der 1997 in Darmstadt geborene Tubist Ole Heiland. 2012 war er noch Überraschungsgast – heute ist er fester Bestandteil des Ensembles. Ole ist mehrfacher erster Bundespreisträger bei Jugend musiziert, hat mit „The BassTubation“ 2013 das Stipendium des Darmstädter Musikpreises gewonnen, ist Mitglied im Landesjugendsinfonieorchester Hessen und im Bundesjugendorchester. Regelmäßig spielt er auch im Jazzensemble des Hessischen Rundfunks. Sein Solodebüt mit Orchester hatte er 2014 mit dem Staatsorchester Darmstadt unter der Leitung von Anna Skryleva mit der Uraufführung des Werkes „The Jovial Giant“ für Tuba und Orchester von Bartholomew Berzonsky.
Wenn der Musik dieser Band aus vielen Persönlichkeiten so gar nichts Beliebiges anhaftet, so liegt das vor allem an den charakteristischen Kompositionen Wuchners, die das Ganze zusammenhalten. Die Stücke sind von bestechender melodischer Einfachheit und gleichzeitig mit überraschenden Taktwechseln und polyrhythmischen Überlagerungen gespickt. Es erscheint nur folgerichtig, dass Jürgen Wuchner die Rhythmusgruppe nicht nur um die zweite Bass-Stimme der Tuba erweitert, sondern mit Janusz Maria Stefanski und Bertram Ritter auch zwei hervorragend interagierende Individualisten am Schlagzeug aufbietet, die auch die vertracktesten rhythmischen Muster mit Leichtigkeit und Eleganz meistern.

Niemand kann vorhersagen, wie sich die neue Saison für die Darmstädter Lilien anläßt, aber wir sind schon sicher, dass diese hessische Allstar-Band wieder einen furiosen Heimspiel-Erfolg in der Bessunger Knabenschule garantiert.