Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Fr
    19
    Okt
    2018

    Jazzpodium: Kontrabassquintett, ROOFER

    20:00 UhrBessunger Knabenschule

    Ort: Bessunger Knabenschule, Ludwigshöhstraße 42, 64285 Darmstadt
    Eintritt 20€ / erm. 17 € [U21 oder mit Teilhaber-Card 7 Euro]
    >> Onlinetickets über ZTIX (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    KONTRABASSQUINTETT
    Deep Thrills von fünf Virtuosen

    Jürgen Wuchner Kontrabass
    Thomas Heidepriem Kontrabass
    Matthias Akeo Nowak Kontrabass
    Stefan Kammer Kontrabass
    Norbert Dömling Kontrabass

    Für das Hessische Jazzpodium hat Jürgen Wuchner eine echte Premiere angekündigt. Die ewigen Tieftöner im Hintergrund der Band gehen aus der Deckung und zeigen, wie flexibel und vielgestaltig Bass-Spiel sein kann. Legendär war schon Wuchners BASSIC Trio mit Vitold Rek und Norbert Dömling. Jetzt legt er noch eine Schippe drauf und bringt mit vier tieftönenden Kollegen die Knabenschule zum Beben.

    Jürgen Wuchner wurde 1948 in Kleinostheim geboren. Nach Studium an der Akademie für Tonkunst spielte er in den Gruppen von Hans Koller, Heinz Sauer, Herbert Joos. Prägend war seine Zeit im Vienna Art Orchestra, wo er mit Janusz Stefanski die Rhythmusgruppe bildete. Immer wieder initiierte er neue Projekte wie das Quartett DEEP TALKING und natürlich die United Colors of Bessungen. 1992 gründete er die „Jazz Conceptions“. Wuchner war Dozent an der Akademie für Tonkunst. Hessischer Jazzpreis 2006. Darmstädter Musikpreis 2012.

    Thomas Heidepriem ist 1953 in Freiburg im Breisgau geboren. Er arbeitete mit George Gruntz, Franco Ambrosetti, Manfred Schoof, Clark Terry, Christoph Spendel, Carla Bley, Toots Thielemans, Kenny Wheeler, Jiggs Whigham, Ernie Watts, Maria João, Albert Mangelsdorff, Benny Golson, Roy Haynes und Christof Lauer. Von 1991 bis 2017 war er Mitglied der hr-Bigband. Jazzpreis Baden-Württemberg 1987. Er war Dozent an den Hochschulen für Musik in Stuttgart und in Frankfurt.

    Norbert Dömling, 1952 in Würzburg geboren, spielte mit Toto Blanke, Bireli Lagrene, Joachim Kühn, Jasper van’t Hoff, Stu Goldberg, Billy Cobham, Trilok Gurtu, Ramesh Shotam, Dom Um Romao, Christoph Lauer, Charlie Mariano, Gerd Dudek, Tony Lakatos, Toots Thielemanns, Tomasz Stanko. Spielte in „Jazz meets Tango“ und in „Fifty Fingers“ mit Ali Neander. Duo Moina & the Bass mit Sängerin Moina Erichson.

    Matthias Akeo Nowak wurde 1976 in Berlin geboren. Studierte Orchestermusik und Jazz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim und am Queens College, New York. Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und der Jungen Österreichischen Philharmonie. Bassist bei Gunter Hampels „Next Generation“. 2008 Jahresstipendium des DAAD. Studienaufenthalt in New York. Aufnahmen für den Deutschlandfunk und WDR. Spielt im Martin Schulte Quartett, Angelika Niesciers „Sublim“, dem Stefan Schultze Large Ensemble. Zahlreiche Theater-, Film- und Orchestermusik-Produktionen.

    Stefan Kammer wurde 1964 in Ortenberg geboren. Er studierte an der Musikhochschule Köln. Nach Orchesterengagements in Leipzig, Osnabrück und Bremen ist er seit dem Jahr 2000 Solobassist am Staatsorchester Darmstadt.

    Luca Sisera ROOFER
    Nur für Schwindelfreie

    Luca Sisera Kontrabass und Komposition
    Michael Jaeger Tenorsaxofon
    Maurus Twerenbold posaune
    Yves Theiler piano
    Michi Stulz Schlagzeug

    Roofing ist ein Extremsport, bei dem Jugendliche und junge Erwachsene ohne Sicherung auf die höchsten Gebäude und Industrieruinen klettern, um sich dort zu filmen. Personen, die dieser Sportart nachgehen, werden als Roofer bezeichnet. Mit den fünf Schweizer Musikern des gleichnamigen, von Kontrabassist und Komponist Luca Sisera gegründeten Kollektivs teilen Sie die Abenteuerlust, ihre Vorliebe für das ungesicherte Terrain, für das Erforschen der „Lost Places“ der urbanen Zivilisation. Und auch das Know-How und die ausgereifte Technik, die sie in die Lage versetzen, solch schwindelerregende Höchstleistungen zu erbringen. Nonchalant vollziehen die musikalischen Extremkletterer den Spagat zwischen Jazz-Avantgarde und Traditionsbewusstsein. Das agile Quintett lotet dabei die Grenzen von Komposition und Improvisation stets aufs Neue aus. Vertrackte Rhythmen, rasante Unisono-Parts, latente Swing-Phantasien und hymnische Klangwelten sind die Versatzstücke einer komplexen, sich ständig weiter entwickelnden Musik. Ein ebenso herausfordernder wie mitreißender Stilmix. Kompromisslos, urban, gegenwärtig und absolut schwindelfrei.

    Luca Sisera ist seit 15 Jahren ein gesuchter Bassist in der Schweizer Jazz-Szene, der bereits bei mehr als 30 Studioaufnahmen mitwirkte und reiche Spielerfahrung auf Tourneen in aller Welt und bei vielen interdisziplinären Projekten sammelte. Seine Ambitionen als Komponist verwirklicht er erstmals in seiner Band ROOFER.

    Saxofonist und Klarinettist Michael Jaeger ist seit 2004 auf der Jazzszene in der Schweiz und in Europa aktiv. Mit seinem Musikerkollektiv KEROUAC brachte er bereits drei Alben bei Intakt heraus. Auch kooperiert er gerne mit Tänzern, Theater, Film und Literatur. Zusammenarbeit mit Tom Rainey, Greg Osby, Urs Leimgruber, Hans Koch, Axel Dörner, Norbert Pfammatter, Philipp Schaufelberger.

    Maurus Twerenbold wurde 1988 in Zug geboren. Er studierte Jazzposaune und Komposition an der Musikhochschule Luzern bei Nils Wogram, Adrian Mears, Gerry Hemingway und Ed Partyka. Studienaufenthalt am Conservatorium van Amsterdam. Maurus leitet sein „Maurus Twerenbold Non Harmonic Quartet“ und ist Sideman im Lucerne Jazz Orchestra, David Regan Orchestra und Lukas Brügger Jazz Orchestra. Preisträger der Friedl-Wald-Stiftung 2012.

    Yves Theiler studierte Klavier auf der Schweizer K&S Kunsthochschule für junge talentierte Musiker. Er ist interessiert an neuen Konzepten für das Format des Piano- Trios, in denen Komposition und Arrangement eine größere Rolle spielen. Seine Band YVES THEILER TRIO errang damit bereits internationale Anerkennung und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Dank seiner stilistischen Offenheit ist er auch gefragter Sideman in der Europäischen Jazz-Szene.

    Michi Stulz ist seit gut 10 Jahren auf der Jazz-Szene Europas aktiv. Seine Sensibilität für verschiedenartige musikalische Kontexte macht aus ihm auch einen idealen Schlagzeuger für Christoph Irniger’s Pilgrim, das Lisette Spinnler Quartet, das Stefan Aeby Trio und viele andere. Rege weltweite Konzerttätigkeit. Sein Wirken ist bereits auf drei Dutzend Tonträgern dokumentiert.