Veranstaltungen

  • Fr
    28
    Sep
    2018
    20:30 UhrJazzinstitut

    Ort: Gewölbekeller im Jazzinstitut, Bessungerstrasse 88d, Darmstadt
    Eintritt frei

    Holger Henning Group

    Bessunger Jam Session: The dass Sägebett goes Free-Jazz

    Holger Henning | Gitarre, Komposition
    Claudia Wittner | Gesang
    Cristóbal Gonzalez | Bass
    Thomas Hoffmann | Schlagzeug

    Wenn heute in der Galerie und im Gewölbekeller des Jazzinstituts die Ausstellung mit Bildern und Skulpturen von Hardy Zech und Holger Henning zu Ende geht, gibt es Anlass genug – zumal bei einer musischen Doppelbegabung eines der ausstellenden Künstler – die Ausstellung auch einmal zum Klingen zu bringen. Holger Henning Gitarrist, Komponist, Zeichner, Maler und Architekt eröffnet daher mit seiner Band den Konzertabend im Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut.

    Im Zentrum stehen Texte des Bildhauers Hardy Zech. Diese wurden bereits zuvor von der Band The dass Sägebett aufgeführt und aufgenommen. Die Musikergruppe um den Jazzgitarristen Holger Henning hat sich Zechs Texte erneut vorgenommen und neu vertont. Die Musiker bringen hierbei ihre unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen mit ein: Claudia Wittner sang und spielte Gitarre in der Formation Cadanse und im Chor Colours of Gospel. Cristóbal Gonzalez hat im Gebrüder Lux Quartett und bei Skaya gespielt - und der Schlagzeuger Thomas Hoffmann ist dem Darmstädter Publikum bekannt aus den Bands wie Swinging Tuxedos und En Haufe Leit.

    Die Musiker spielen einen Set, bevor sich im Anschluss daran die Bühne für alle anderen talentierten, willigen und mutigen Musikerinnen und Musiker zur traditionsreichen Bessunger Jam Session öffnet.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.
  • Do
    18
    Okt
    2018
    20:00Jazzinstitut

    Ort: Gewölbekeller im Jazzinstitut, Bessungerstrasse 88d, Darmstadt
    Eintritt 15 € / erm. 12 € [U21 oder mit Teilhaber-Card 5 Euro]
    >> Onlinetickets über ZTIX (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    Uli Partheil Trio feat. Tom Nicholas

    Duke & Monk & More

    Uli Partheil piano
    Tom Nicholas perkussion
    Hanns Höhn Kontrabass

    Tom Nicholas und Uli Partheil sind alte Freunde, die häufig miteinander gespielt haben. Anfang des Jahres sind sie sich wiederbegegnet und merkten, wie sehr es ihnen Spaß macht, gemeinsam die großen Klassiker des modernen Jazz zu interpretieren. Stücke, die die beiden schon fast ein Leben lang begleiten.
    Es freut uns besonders, dass wir auf diese Weise beim Hessischen Jazzpodium den schon lange in Darmstadt heimisch gewordenen großen amerikanischen Drummer Tom Nicholas präsentieren können. Gemeinsam mit Uli Partheil wird er seiner Leidenschaft für die Kompositionen von Duke Ellington und Thelonious Monk nachgehen. Bassist Hanns Höhn, langjähriger Begleiter in den Projekten von Uli Partheil, wird auf seine gewohnt grundsolide Weise das Trio vervollständigen.

    Thomas L. „Tom“ Nicholas wurde 1938 in Philadelphia, Pennsylvania geboren. Bereits als Teenager spielte er in der Rhythm’n’Blues-Band von Jimmy McGriff. Nach dem Wehrdienst zog er nach San Francisco, wo er mit Kenny Burrell und Michael Howell Aufnahmen einspielte. Er spielte dort auch mit Dewey Redman, John Handy, Pharoah Sanders und Eddie Moore. Anfang der 1970er in New York arbeitete er mit George Coleman und mit dem Space Shuttle Omnibus von Eddie Moore. Schallplatten mit Roland Prince und Kenny Barron. 1977 zog er nach Europa und trommelte in Lou Blackburns Gruppe Mombasa und mit der von Peter Giger initiierten Family of Percussion. Von seinem neuen Wohnsitz Darmstadt aus ging er mit Abdullah Ibrahim, Özay Fecht, Albert Mangelsdorff, Archie Shepp, Amina Claudine Myers, Wolfgang Lackerschmid, Carla Bley, Monty Waters, aber auch mit dem Vienna Art Orchestra auf Tournee. Er spielte in Jürgen Wuchners Band und in der Gruppe des gambischen Koraspielers Aziz Kujateh. Mit Anke Schimpf gründete er 2008 die Band Black & White Cooperation, mit der er mehrere Alben vorlegte.

    Hanns Höhn studierte E-Bass und Kontrabass an der Frankfurter Musikwerkstatt. Erster Bundespreisträger „Jugend Jazzt“. Engagements bei Musicals und in zahlreichen TV-Shows. Hanns Höhn war Sideman bei Ack van Rooyen, Gwilym Simcock, Julian Argüelles, Christian Weidner, Gebhard Ullmann, Daniel Erdmann, Rudi Mahall, John Schröder, Tony Lakatos, Rainer Böhm, Jean-Paul Hochstädter, Axel Schlosser, Oliver Leicht, Martin Auer, Peter Back, Oli Rubow, Martin Lejeune, Katharina Debus, Max Clouth.

     

    Uli Partheil

    Uli Partheil wurde 1968 in Darmstadt geboren. Klassische Grundausbildung an der Akademie für Tonkunst/Darmstadt. Studium von Jazz-Piano und Komposition an der Musikhochschule Mannheim. Partheil arbeitete mit Jürgen Wuchner, Matthias Schubert, Janusz Stefanski, Ack van Rooyen, Rudi Mahall, Daniel Guggenheim, Alan Jacobson, Thomas Siffling, den United Colours of Bessungen. Dozent bei den Jazz Conceptions. 2002 nominiert zum Concours Martial Solal in Paris. Darmstädter Musikpreis 2008.

  • Fr
    19
    Okt
    2018
    20:00 UhrBessunger Knabenschule

    Ort: Bessunger Knabenschule, Ludwigshöhstraße 42, 64285 Darmstadt
    Eintritt 20€ / erm. 17 € [U21 oder mit Teilhaber-Card 7 Euro]
    >> Onlinetickets über ZTIX (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    KONTRABASSQUINTETT
    Deep Thrills von fünf Virtuosen

    Jürgen Wuchner Kontrabass
    Thomas Heidepriem Kontrabass
    Matthias Akeo Nowak Kontrabass
    Stefan Kammer Kontrabass
    Norbert Dömling Kontrabass

    Für das Hessische Jazzpodium hat Jürgen Wuchner eine echte Premiere angekündigt. Die ewigen Tieftöner im Hintergrund der Band gehen aus der Deckung und zeigen, wie flexibel und vielgestaltig Bass-Spiel sein kann. Legendär war schon Wuchners BASSIC Trio mit Vitold Rek und Norbert Dömling. Jetzt legt er noch eine Schippe drauf und bringt mit vier tieftönenden Kollegen die Knabenschule zum Beben.

    Jürgen Wuchner wurde 1948 in Kleinostheim geboren. Nach Studium an der Akademie für Tonkunst spielte er in den Gruppen von Hans Koller, Heinz Sauer, Herbert Joos. Prägend war seine Zeit im Vienna Art Orchestra, wo er mit Janusz Stefanski die Rhythmusgruppe bildete. Immer wieder initiierte er neue Projekte wie das Quartett DEEP TALKING und natürlich die United Colors of Bessungen. 1992 gründete er die „Jazz Conceptions“. Wuchner war Dozent an der Akademie für Tonkunst. Hessischer Jazzpreis 2006. Darmstädter Musikpreis 2012.

    Thomas Heidepriem ist 1953 in Freiburg im Breisgau geboren. Er arbeitete mit George Gruntz, Franco Ambrosetti, Manfred Schoof, Clark Terry, Christoph Spendel, Carla Bley, Toots Thielemans, Kenny Wheeler, Jiggs Whigham, Ernie Watts, Maria João, Albert Mangelsdorff, Benny Golson, Roy Haynes und Christof Lauer. Von 1991 bis 2017 war er Mitglied der hr-Bigband. Jazzpreis Baden-Württemberg 1987. Er war Dozent an den Hochschulen für Musik in Stuttgart und in Frankfurt.

    Norbert Dömling, 1952 in Würzburg geboren, spielte mit Toto Blanke, Bireli Lagrene, Joachim Kühn, Jasper van’t Hoff, Stu Goldberg, Billy Cobham, Trilok Gurtu, Ramesh Shotam, Dom Um Romao, Christoph Lauer, Charlie Mariano, Gerd Dudek, Tony Lakatos, Toots Thielemanns, Tomasz Stanko. Spielte in „Jazz meets Tango“ und in „Fifty Fingers“ mit Ali Neander. Duo Moina & the Bass mit Sängerin Moina Erichson.

    Matthias Akeo Nowak wurde 1976 in Berlin geboren. Studierte Orchestermusik und Jazz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim und am Queens College, New York. Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und der Jungen Österreichischen Philharmonie. Bassist bei Gunter Hampels „Next Generation“. 2008 Jahresstipendium des DAAD. Studienaufenthalt in New York. Aufnahmen für den Deutschlandfunk und WDR. Spielt im Martin Schulte Quartett, Angelika Niesciers „Sublim“, dem Stefan Schultze Large Ensemble. Zahlreiche Theater-, Film- und Orchestermusik-Produktionen.

    Stefan Kammer wurde 1964 in Ortenberg geboren. Er studierte an der Musikhochschule Köln. Nach Orchesterengagements in Leipzig, Osnabrück und Bremen ist er seit dem Jahr 2000 Solobassist am Staatsorchester Darmstadt.

    Luca Sisera ROOFER
    Nur für Schwindelfreie

    Luca Sisera Kontrabass und Komposition
    Michael Jaeger Tenorsaxofon
    Maurus Twerenbold posaune
    Yves Theiler piano
    Michi Stulz Schlagzeug

    Roofing ist ein Extremsport, bei dem Jugendliche und junge Erwachsene ohne Sicherung auf die höchsten Gebäude und Industrieruinen klettern, um sich dort zu filmen. Personen, die dieser Sportart nachgehen, werden als Roofer bezeichnet. Mit den fünf Schweizer Musikern des gleichnamigen, von Kontrabassist und Komponist Luca Sisera gegründeten Kollektivs teilen Sie die Abenteuerlust, ihre Vorliebe für das ungesicherte Terrain, für das Erforschen der „Lost Places“ der urbanen Zivilisation. Und auch das Know-How und die ausgereifte Technik, die sie in die Lage versetzen, solch schwindelerregende Höchstleistungen zu erbringen. Nonchalant vollziehen die musikalischen Extremkletterer den Spagat zwischen Jazz-Avantgarde und Traditionsbewusstsein. Das agile Quintett lotet dabei die Grenzen von Komposition und Improvisation stets aufs Neue aus. Vertrackte Rhythmen, rasante Unisono-Parts, latente Swing-Phantasien und hymnische Klangwelten sind die Versatzstücke einer komplexen, sich ständig weiter entwickelnden Musik. Ein ebenso herausfordernder wie mitreißender Stilmix. Kompromisslos, urban, gegenwärtig und absolut schwindelfrei.

    Luca Sisera ist seit 15 Jahren ein gesuchter Bassist in der Schweizer Jazz-Szene, der bereits bei mehr als 30 Studioaufnahmen mitwirkte und reiche Spielerfahrung auf Tourneen in aller Welt und bei vielen interdisziplinären Projekten sammelte. Seine Ambitionen als Komponist verwirklicht er erstmals in seiner Band ROOFER.

    Saxofonist und Klarinettist Michael Jaeger ist seit 2004 auf der Jazzszene in der Schweiz und in Europa aktiv. Mit seinem Musikerkollektiv KEROUAC brachte er bereits drei Alben bei Intakt heraus. Auch kooperiert er gerne mit Tänzern, Theater, Film und Literatur. Zusammenarbeit mit Tom Rainey, Greg Osby, Urs Leimgruber, Hans Koch, Axel Dörner, Norbert Pfammatter, Philipp Schaufelberger.

    Maurus Twerenbold wurde 1988 in Zug geboren. Er studierte Jazzposaune und Komposition an der Musikhochschule Luzern bei Nils Wogram, Adrian Mears, Gerry Hemingway und Ed Partyka. Studienaufenthalt am Conservatorium van Amsterdam. Maurus leitet sein „Maurus Twerenbold Non Harmonic Quartet“ und ist Sideman im Lucerne Jazz Orchestra, David Regan Orchestra und Lukas Brügger Jazz Orchestra. Preisträger der Friedl-Wald-Stiftung 2012.

    Yves Theiler studierte Klavier auf der Schweizer K&S Kunsthochschule für junge talentierte Musiker. Er ist interessiert an neuen Konzepten für das Format des Piano- Trios, in denen Komposition und Arrangement eine größere Rolle spielen. Seine Band YVES THEILER TRIO errang damit bereits internationale Anerkennung und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Dank seiner stilistischen Offenheit ist er auch gefragter Sideman in der Europäischen Jazz-Szene.

    Michi Stulz ist seit gut 10 Jahren auf der Jazz-Szene Europas aktiv. Seine Sensibilität für verschiedenartige musikalische Kontexte macht aus ihm auch einen idealen Schlagzeuger für Christoph Irniger’s Pilgrim, das Lisette Spinnler Quartet, das Stefan Aeby Trio und viele andere. Rege weltweite Konzerttätigkeit. Sein Wirken ist bereits auf drei Dutzend Tonträgern dokumentiert.

  • Sa
    20
    Okt
    2018
    20:00Bessunger Knabenschule

    Ort: Bessunger Knabenschule, Ludwigshöhstraße 42, 64285 Darmstadt
    Eintritt 20€ / erm. 17 € [U21 oder mit Teilhaber-Card 7 Euro]
    >> Onlinetickets über ZTIX (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    RUPP MÜLLER MARIEN
    Kunst des Ephemeren

    Olaf Rupp Elektrogitarre
    Matthias Müller posaune
    Christian Marien Schlagzeug

    Können uns nur Vogelstimmen und Naturlaute oder auch das Stampfen von Maschinen und Motoren inspirieren und eigene Reize entfalten? Können auch Geräusche Musik sein? Zu Beginn des 20. Jahrhunderts empfinden viele Künstler angesichts einer durch die Industrialisierung radikal veränderten Umwelt ein Unbehagen an der aus dem 19. Jahrhundert überkommenen Ästhetik des Schönen und Erhabenen. Sie haben das Bedürfnis, die veränderte Wirklichkeit in den Künsten zu reflektieren. Edgar Varèse fordert bereits 1916 die Emanzipation der Geräusche als Erweiterung des musikalischen Alphabets. Wenn die drei Improvisatoren Rupp, Müller, Marien heute miteinander musizieren, beziehen sie sich auch auf diese lange Tradition eines erweiterten Musikbegriffs, der das Geräuschhafte bewusst einbezieht. Sie erfinden neue Spieltechniken, um ihren Instrumenten unerhörte Klänge, Obertöne, Geräusche zu entlocken. Immer auf der Suche nach dem richtigen Ausdruck, offen für den überraschenden Zusammenklang, liegt ihre Kunstfertigkeit nicht nur in der unkonventionellen Beherrschung der Instrumente, sondern auch in einer nicht nachlassenden Wachheit für den unwiederbringlichen Augenblick des spontanen Zusammenklangs. In verschiedenen Bands und Kombinationen haben Matthias Müller, Christian Marien und Olaf Rupp bereits mit einander musiziert und immer wieder andere Konzepte erarbeitet. Nun präsentieren sich die drei in einem ganz frischen Trio: Spieler die sich bestens kennen, in einer neuen Situation, die überraschende Wege der Interaktion eröffnet.

    Olaf Rupp, Foto: Marcel Meier

    Der Autodidakt Olaf Rupp zog nach dem Studium der Sprachwissenschaften an der Universität des Saarlandes 1993 mit seiner Gitarre nach Berlin, wo er auf Musiker wie Rudi Mahall, Paul Lovens und Cecil Taylor traf. Er absolvierte mehrere Soloauftritte beim Total Music Meeting und spielte in verschiedensten Formationen mit Lol Coxhill, Marino Pliakas, Michael Wertmüller, John Zorn.

     

     

    Christian Marien, Foto: Cristina Marx

    Christian Marien, 1975 in Münster, Westfalen, geboren. Studierte Jazz-Schlagzeug in Amsterdam und Berlin, wo er seit 2000 lebt. Dort machte er sich in der Jazz-Szene einen Namen, etwa als Mitbegründer des Ensembles Olaf Ton. Mehr und mehr wandte er sich der frei improvisierten Musik zu, spielte mit Frank Gratkowski und Gebhard Ullmann. Marien ist fester Bestandteil der Berliner Improvisations- und Jazz-Szene.

    Matthias Müller, Foto: Cristina Marx

    Matthias Müller, 1971 im niedersächsischen Zeven geboren, studierte an der Folkwang Hochschule in Essen. Viele Jahre spielte er im „Deutsch-französischen Jazzensemble“ unter der Leitung von Albert Mangelsdorff. In Berlin arbeitete er mit John Edwards, George Lewis, Johannes Bauer. Mitglied des Berliner Echtzeitensemble „Splitter-Orchester“. Müller tritt auch als Interpret von Neuer Musik in Erscheinung und schreibt Musik für Theater und Tanz.

     

    UMFUNDISI
    Hommage an Sean Bergin

    Matthias Schubert Tenorsaxophon
    Tobias Delius Tenorsaxophon
    Antonio Borghini Kontrabass
    Steve Heather Schlagzeug

    „Umfundisi“ ist ein Wort aus der südafrikanischen Zulu-Sprache und bedeutet soviel wie „Prediger“. Es war der Spitzname des 2012 verstorbenen Saxofonisten, Flötisten und Geschichtenerzählers Sean Bergin. „Umfundisi“ nennt sich nun auch ein Jazzquartett um den Saxophonisten und Klarinettisten Tobias Delius, das sich zusammengetan hat, um Bergins musikalischen Nachlass lebendig zu halten und in seinem Geiste weiter zu entwickeln. Sean Bergin stammte aus einer Familie von Seefahrern. Sein Großvater war als Kapitän in Durban/Südafrika hängen geblieben, hatte immer eine Geschichte zu erzählen. In Durban begann Bergin dann bereits als Jugendlicher seine musikalische Karriere als Saxophonist und Flötist im Blue Note Club, wo schwarze und weiße Musiker gemeinsam auftraten – etwas das nach den rassistischen Gesetzen des Apartheidregimes illegal war. 1973 emigrierte er, wie so viele südafrikanische Jazzmusiker, nach London, wo er mit Dudu Pukwana und Chris McGregor arbeitete. Bergin ließ sich schließlich 1976 in Amsterdam nieder, wo er bald zum inneren Kreis der Szene um den Jazztempel des „Bimhuis“ zählte und auch eng mit Tobias Delius befreundet war. Delius gehörte denn auch zur Besetzung von MOB (»My Own Band«), seines 1986 gestarteten Bandprojekts, mit dem Bergin bis heute am meisten in Verbindung gebracht wird und zu dem neben Bergin und Delius auch Musiker wie Han Bennink, Wolter Wierbos, Phil Minton und Maggie Nichols gehörten. Zusammen zelebrierten sie eine verrücktschöneMixtur aus allem, was der Jazz an Spielweisen zwischen Freiheit und Tradition zu bieten hat.

    Sean Bergin starb nach längerer Krankheit im Alter von 64 Jahren am 1. September 2012 in Amsterdam. Das Quartett Umfundisi bringt nun seine wunderbare Musik zurück auf die Konzertbühnen.

    Landesjazzpreis 2018 an Matthias Schubert

    Besonders stolz sind wir, in dieser Band auch den designierten Preisträger des Hessischen Landesjazzpreis 2018 präsentieren zu können. Der 1960 in Kassel geborene Saxophonist und Komponist Matthias Schubert ist in Darmstadt durch Konzerte in den verschiedensten Formaten bestens bekannt, zuletzt in diesem Sommer als Dozent der Jazz Conceptions. Wir gratulieren herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung für einen weltweit geschätzten Instrumentalisten und Komponisten und bewundern seine kontinuierliche, seit Jahrzehnten währende Suche nach immer neuen musikalischen Ausdrucksformen, seine konsequenten und absolut eigenständigen Klangforschungen und seine stilistische Bandbreite.
    Die Preisverleihung wird am 2. November um 20 Uhr im Stadttheater Rüsselsheim stattfinden.